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War Requiem

VenueGran Teatre del Liceu
CalendarSo. 20 Juni 2027
Inhalt / Details

„War Requiem“: eine Hommage an die Kraft der Musik als Raum für Protest, Mitgefühl und Hoffnung

 

Es gibt Werke, die nicht nur gehört, sondern geatmet und durchlitten werden und schließlich zu einer Geste des kollektiven Gedächtnisses werden. Das War Requiem von Benjamin Britten gehört zu jener seltenen Kategorie von Schöpfungen, die seit ihrer Entstehung im Jahr 1962 nicht darauf abzielen, zu bewegen, sondern eine klare Wunde im Gewissen der Welt zu öffnen.

Mit seiner Aufführung am Liceu beginnt Jonathan Nott seine Amtszeit als Chefdirigent mit einem Akt von tiefgreifender Symbolik: einer Hommage an die Kraft der Musik als Raum für Protest, Mitgefühl und Hoffnung.

 

Nott, bekannt für seine analytische Klarheit und eine Sensibilität, die Präzision und Transzendenz vereint, dringt mit der Überzeugung in diese monumentale Partitur ein, dass Britten kein Requiem für die Toten, sondern für die Lebenden schreibt. Seine Leitung, stets detailgenau und zugleich offen für den dramatischen Atem, bringt die beiden Seelen des Werkes zum Vorschein: die feierliche lateinische Liturgie – mit ihrem Echo von Jahrhunderten – und die erschütternden Gedichte von Wilfred Owen, einem jungen Dichter, der im Ersten Weltkrieg fiel. Zwischen diesen beiden Polen entfaltet sich ein Kampf, der nicht militärisch, sondern moralisch ist: der Kampf, die Menschlichkeit im Angesicht des Grauens zu bewahren.

So wird das Liceu zu einem klanglichen Tempel, in dem drei Welten zusammenfinden: der große Chor als Stimme des Volkes; der Kinderchor, zerbrechlich und leuchtend wie ein Versprechen der Zukunft; und die Solisten, die das intime Drama des Einzelnen inmitten der Tragödie verkörpern.

Das War Requiem bietet keinen einfachen Trost. Britten lässt gefallene Feinde miteinander sprechen, zeigt die Zerbrechlichkeit von Gewissheiten und erinnert daran, dass der Krieg – in jeder Form – nur Verwüstung hinterlässt. Und doch deutet es zugleich ein Licht an: jenen schmalen Riss der Menschlichkeit, der selbst in der dunkelsten Nacht fortbesteht. Jonathan Nott vermittelt so eine eindringliche Botschaft: Das Theater ist wie die Kunst ein Ort, an dem Schmerz begegnet und mit Klarheit und Mut eine andere Zukunft erdacht werden kann.

Besetzung

Sopran: Irina Lungu
Tenor: Allan Clayton
Bariton: Christian Gerhaher
Chor des Gran Teatre del Liceu – Leitung: Pablo Assante
Sinfonieorchester des Gran Teatre del Liceu – Dirigent: Jonathan Nott

Veranstaltungsort
Gran Teatre del Liceu

Das Gran Teatre del Liceu ist das größte Opernhaus der katalanischen Hauptstadt Barcelona und liegt an den Rambles im Zentrum der Stadt.

Das Theater wurde am 4. April 1847 eröffnet und nach einem Brand am 31. Januar 1994 im Jahr 1999 wiedereröffnet.

 

Der Wiederaufbau

Nach der Brandkatastrophe wurde beschlossen, das Liceu „am selben Ort und so wie es war“ wieder aufzubauen, allerdings mit den nötigen Verbesserungen. Eine gemeinnützige Stiftung wurde gegründet, die „Fundació del Gran Teatre del Liceu“ und die private Trägergesellschaft überließ trotz innerer Widerstände einzelner Miteigentümer das Grundeigentum der öffentlichen Hand. Die Stiftung startete eine große und erfolgreiche Spendenkampagne. Die Hälfte der Rekonstruktionskosten konnten so gedeckt werden.

Nach 5 Jahren „Liceu a l'exili“ an verschiedenen Spielstätten öffnete das Haus am 7. Oktober 1999 wieder seine Pforten. Am Programm stand Turandot von Puccini, das Werk, das auch am 31. Januar 1994 hätte gespielt werden sollen. Die Fassaden und der Spiegelsaal waren erhalten geblieben. Der Zuschauerraum wurde in alter Art rekonstruiert, allerdings in den Jahren 1998–1999 mit neuen Malereien des katalanischen Künstlers Perejaume ausgestattet. Bühne und Büros wurden modernisiert. Auch ein neuer kleiner Saal wurde geschaffen und die Pausenräumlichkeiten wurden erweitert. Als Architekten des Rekonstruktionsprojektes fungierten Ignasi de Solà-Morales, Xavier Fabré und Lluís Dilmé.

 

Zahlen und Fakten

Der große Saal hat bei 360 m² Fläche eine Kapazität von 2.286 Plätzen in Theaterbestuhlung. Er wird auch als Bankettsaal genutzt, auf einer Fläche von 530 m² finden dann 350 bis 530 Personen Platz. Veranstaltungen finden auch im Saló dels Miralls (spanisch: Salón de los Espejos, dt: Spiegelsalon, max. 280 Personen), im Foyer und im Vestibül statt. Seit der Wiedereröffnung 1999 verfügt das Haus über eine außergewöhnlich aufwändige Bühnentechnik, die schnelle und kosteneffiziente Wechsel der Bühnenbilder erlaubt.

 

Besichtigung

Eine Besichtigung des Opernhauses außerhalb der Konzertzeiten ist möglich. Täglich werden geführte Rundgänge angeboten, diese dauern etwa eine Stunde. Ungeführte Rundgänge sind ebenso möglich.

 

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