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Ryoan-ji

VenueGran Teatre del Liceu
CalendarFr. 19 Feb. 2027
Inhalt / Details

Ryoan-ji – Der japanische Garten von John Cage und Frederic Amat | Konzerte & Recitals

 

Cage und Amat treten im Liceu mit Ryoan-ji in einen Dialog, eine Meditation zwischen Klang, Stille und Materie

„In der Stille gibt es immer etwas, das antwortet“, schrieb John Cage, und genau diese geheime, kaum wahrnehmbare und doch beständige Antwort nimmt in Ryoan-ji Gestalt an, einem seiner raffiniertesten und meditativsten Werke. Inspiriert vom Steingarten von Kyoto – einem Raum, in dem die Zeit verdunstet und der Blick sich in der Ruhe auflöst – schafft Cage eine Musik, die nicht voranschreitet, sondern atmet. Eine Konstellation verstreuter Klänge, fast mineralischer Natur, die scheinbar aus der Luft selbst entstehen, als wären sie das Murmeln einer uralten Welt, die sich nur denen offenbart, die zu hören verstehen.

In dieser Aufführung im Liceu erhält das Werk dank des Eingriffs von Frederic Amat eine ungewöhnliche visuelle Dimension, einem Künstler, der seit langem versteht, mit Cages Denken durch die poetische Substanz von Farbe und Form in Dialog zu treten. Seine Inszenierung, weit davon entfernt, die Zen-Landschaft zu illustrieren oder wörtlich zu übersetzen, wird zu einer organischen Erweiterung des Klangs: Texturen, die an Sedimente erinnern, Pigmente, die aus den Tiefen eines versunkenen Gartens aufzusteigen scheinen, und Linien, die mit derselben Zurückhaltung atmen wie die Musik. Amat kleidet die Bühne nicht, sondern verwandelt sie in eine rituelle Präsenz, in der Figuren und Elemente sich durch einen inneren Raum bewegen, in dem jede Geste eine kleine Offenbarung ist.

 

In Ryoan-ji zeichnen die Instrumente Kreise und unregelmäßige Bahnen, wie Spuren, die eine unsichtbare Hand in den Sand zeichnet. Diese klangliche Kalligrafie findet ihr Spiegelbild im Werk Amats: eine Ästhetik, die die Rauheit der Materie mit dem feinen Licht der Bewegung verbindet. So verwandelt sich die Szene in eine kontemplative Landschaft, einen Mikrokosmos, in dem Auge und Ohr lernen, sich vom Übermaß zu befreien, um die Reinheit zu bewohnen.

Was Cage vorschlägt, ist eine neue Art des Hörens; was Amat hinzufügt, ist eine neue Art des Sehens. Zwischen beiden wird das Werk zu einer Brücke zwischen Ost und West, zwischen der sichtbaren Welt und dem, was in der Schwebe bleibt, zwischen der kleinsten Geste und der unendlichen Idee. Cage im Liceu: ein Dialog der Transparenzen, ein Garten ohne Steine, eine Meditation in Bewegung, eine klangliche und visuelle Landschaft, die uns einlädt, in die aktive Stille einzutreten, aus der jede wahre künstlerische Erfahrung entsteht. Wenn Cage die Stille säte, lässt Amat das Licht keimen.

Besetzung

Tänzer und Performer: Hikaru Kawasaki
Raum und Licht: Cube.bz
Bildender Künstler und Konzept: Frederic Amat
Solisten des Sinfonieorchesters des Gran Teatre del Liceu

Veranstaltungsort
Gran Teatre del Liceu

Das Gran Teatre del Liceu ist das größte Opernhaus der katalanischen Hauptstadt Barcelona und liegt an den Rambles im Zentrum der Stadt.

Das Theater wurde am 4. April 1847 eröffnet und nach einem Brand am 31. Januar 1994 im Jahr 1999 wiedereröffnet.

 

Der Wiederaufbau

Nach der Brandkatastrophe wurde beschlossen, das Liceu „am selben Ort und so wie es war“ wieder aufzubauen, allerdings mit den nötigen Verbesserungen. Eine gemeinnützige Stiftung wurde gegründet, die „Fundació del Gran Teatre del Liceu“ und die private Trägergesellschaft überließ trotz innerer Widerstände einzelner Miteigentümer das Grundeigentum der öffentlichen Hand. Die Stiftung startete eine große und erfolgreiche Spendenkampagne. Die Hälfte der Rekonstruktionskosten konnten so gedeckt werden.

Nach 5 Jahren „Liceu a l'exili“ an verschiedenen Spielstätten öffnete das Haus am 7. Oktober 1999 wieder seine Pforten. Am Programm stand Turandot von Puccini, das Werk, das auch am 31. Januar 1994 hätte gespielt werden sollen. Die Fassaden und der Spiegelsaal waren erhalten geblieben. Der Zuschauerraum wurde in alter Art rekonstruiert, allerdings in den Jahren 1998–1999 mit neuen Malereien des katalanischen Künstlers Perejaume ausgestattet. Bühne und Büros wurden modernisiert. Auch ein neuer kleiner Saal wurde geschaffen und die Pausenräumlichkeiten wurden erweitert. Als Architekten des Rekonstruktionsprojektes fungierten Ignasi de Solà-Morales, Xavier Fabré und Lluís Dilmé.

 

Zahlen und Fakten

Der große Saal hat bei 360 m² Fläche eine Kapazität von 2.286 Plätzen in Theaterbestuhlung. Er wird auch als Bankettsaal genutzt, auf einer Fläche von 530 m² finden dann 350 bis 530 Personen Platz. Veranstaltungen finden auch im Saló dels Miralls (spanisch: Salón de los Espejos, dt: Spiegelsalon, max. 280 Personen), im Foyer und im Vestibül statt. Seit der Wiedereröffnung 1999 verfügt das Haus über eine außergewöhnlich aufwändige Bühnentechnik, die schnelle und kosteneffiziente Wechsel der Bühnenbilder erlaubt.

 

Besichtigung

Eine Besichtigung des Opernhauses außerhalb der Konzertzeiten ist möglich. Täglich werden geführte Rundgänge angeboten, diese dauern etwa eine Stunde. Ungeführte Rundgänge sind ebenso möglich.

 

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