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La fanciulla del West

VenueGran Teatre del Liceu
CalendarMo. 08 März 2027 - So. 11 Apr. 2027
Inhalt / Details

 

La fanciulla del West – Giacomo Puccini

Oper in 3 Akten

Libretto von Guelfo Civinini und Carlo Zangarini.

 

Puccini komponiert eine Oper, die über den Exotismus des Westens hinausgeht und eine tiefe Reflexion über Erlösung, Vergebung und menschliche Verletzlichkeit entfaltet.

Nach 43 Jahren seit der letzten Aufführung im Liceu (Spielzeit 1983–1984) kehrt La fanciulla del West in einer Produktion von hoher emotionaler Intensität auf die Bühne des Liceu zurück. Die brillante Sondra Radvanovsky verkörpert die Figur der Minnie an der Seite von Angelo Villari als Dick Johnson und Roman Burdenko als Jack Rance, unter der Leitung von Nicola Luisotti am Pult und der kraftvollen Regie von Valentina Carrasco.

In den rauen Bergen Kaliforniens, wo der Goldrausch das Überleben zu einem täglichen Kampf macht, entwirft Puccini eine Oper, die über den Exotismus des Westens hinausgeht und eine tiefgreifende Betrachtung über Erlösung, Vergebung und menschliche Zerbrechlichkeit eröffnet. Dieses Grenzland, fern jeder scheinbaren Zivilisation, wird zu einem Schwellenraum, in dem das Sakrale und das Sakrilegische in einem angespannten Gleichgewicht koexistieren, stets kurz vor dem Bruch.

 

Die Protagonistin Minnie, eine starke Frau mit einem ungewöhnlichen Moralkodex in einer von Männern beherrschten Welt, führt den Polka-Saloon wie einen weltlichen Tempel: Sie lehrt die Bibel, tröstet, setzt einen ethischen Kodex durch, der als Gesetz funktioniert, und hält Ordnung inmitten der Härte des Alltags. In ihrer ständigen Geste des Fürsorgens und Vergebens erscheint Minnie als bewaffnete Retterin, mutig und mitfühlend.

In diesem nahezu heiligen Raum entfacht die Liebe zu Dick Johnson, alias Ramerrez, wie ein Sakrileg. Sie, die stets die Gerechtigkeit verteidigt hat, entscheidet sich, einen Mann außerhalb des Gesetzes zu schützen, stellt die Ordnung infrage, die sie aufrechterhalten hat, und öffnet eine Bruchstelle für eine neue Form irdischer Heiligkeit, geprägt von Risiko, Widerspruch und Menschlichkeit.

Puccinis Musik übersetzt diesen inneren Konflikt mit eindrucksvoller Reife: verflochtene vokale Linien, intensive Orchestrierung und Motive, die die tiefsten Schichten offenbaren – Hoffnung, Schmerz und den Kampf um eine mögliche Zukunft.

Als Minnie Dick vor dem Galgen rettet, verändert sie nicht nur das Schicksal der Figuren, sondern vollzieht auch einen Akt mutigen Glaubens in einer Welt aus Staub, gezinkten Karten und unerbittlichen Gesetzen. Eine Erinnerung daran, dass selbst in der Barbarei eine erhabene Erlösung entstehen kann.

Die Inszenierung von Valentina Carrasco verwandelt den Westernmythos in eine Metapher für Grenze, Freiheit und Widerstand und verbindet Realismus mit visueller Poesie. Das Ergebnis ist ein intensives Fresko menschlicher Leidenschaften und kollektiver Träume.

  • 🕒 Dauer
    • ca. 2 Stunden 45 Minuten
Besetzung

Minnie: Sondra Radvanovsky
Jack Rance: Roman Burdenko
Dick Johnson: Angelo Villari
Nick: Mikeldi Atxalandabaso
Ashby: Gerard Farreras
Sonora: Àngel Òdena
Jake Wallace: Carlos Daza
Sid: Pau Armengol
Trin: Beñat Egiarte
Bello: Josep-Ramon Olivé
Harry: Alejandro del Cerro
Joe: Francisco Ariza
Joe: Carlos Cremades
Happy: Milan Perišic
Larkens, Bariton: Stefano Gentilli
Larkens, Bariton: Leonardo Domínguez
Billy Jackrabbit: Igor Tsenkman
Billy Jackrabbit: Walter Bartaburu
Wowkle: Anna Tobella
José Castro: Dimitar Darlev
José Castro: Pau Bordas
Postilló: Andrea Antognetti
Postilló: Miguel Rosales

 

Regie – Valentina Carrasco
Bühnenbild – Carles Berga und Peter van Praet
Bildregie – Gianluca Mamino
Kostüme – Silvia Aymonino
Licht – Peter van Praet
Produktion – Teatro Regio di Torino
Chor des Gran Teatre del Liceu – Leitung Pablo Assante
Orchester des Gran Teatre del Liceu – Dirigent Nicola Luisotti

Veranstaltungsort
Gran Teatre del Liceu

Das Gran Teatre del Liceu ist das größte Opernhaus der katalanischen Hauptstadt Barcelona und liegt an den Rambles im Zentrum der Stadt.

Das Theater wurde am 4. April 1847 eröffnet und nach einem Brand am 31. Januar 1994 im Jahr 1999 wiedereröffnet.

 

Der Wiederaufbau

Nach der Brandkatastrophe wurde beschlossen, das Liceu „am selben Ort und so wie es war“ wieder aufzubauen, allerdings mit den nötigen Verbesserungen. Eine gemeinnützige Stiftung wurde gegründet, die „Fundació del Gran Teatre del Liceu“ und die private Trägergesellschaft überließ trotz innerer Widerstände einzelner Miteigentümer das Grundeigentum der öffentlichen Hand. Die Stiftung startete eine große und erfolgreiche Spendenkampagne. Die Hälfte der Rekonstruktionskosten konnten so gedeckt werden.

Nach 5 Jahren „Liceu a l'exili“ an verschiedenen Spielstätten öffnete das Haus am 7. Oktober 1999 wieder seine Pforten. Am Programm stand Turandot von Puccini, das Werk, das auch am 31. Januar 1994 hätte gespielt werden sollen. Die Fassaden und der Spiegelsaal waren erhalten geblieben. Der Zuschauerraum wurde in alter Art rekonstruiert, allerdings in den Jahren 1998–1999 mit neuen Malereien des katalanischen Künstlers Perejaume ausgestattet. Bühne und Büros wurden modernisiert. Auch ein neuer kleiner Saal wurde geschaffen und die Pausenräumlichkeiten wurden erweitert. Als Architekten des Rekonstruktionsprojektes fungierten Ignasi de Solà-Morales, Xavier Fabré und Lluís Dilmé.

 

Zahlen und Fakten

Der große Saal hat bei 360 m² Fläche eine Kapazität von 2.286 Plätzen in Theaterbestuhlung. Er wird auch als Bankettsaal genutzt, auf einer Fläche von 530 m² finden dann 350 bis 530 Personen Platz. Veranstaltungen finden auch im Saló dels Miralls (spanisch: Salón de los Espejos, dt: Spiegelsalon, max. 280 Personen), im Foyer und im Vestibül statt. Seit der Wiedereröffnung 1999 verfügt das Haus über eine außergewöhnlich aufwändige Bühnentechnik, die schnelle und kosteneffiziente Wechsel der Bühnenbilder erlaubt.

 

Besichtigung

Eine Besichtigung des Opernhauses außerhalb der Konzertzeiten ist möglich. Täglich werden geführte Rundgänge angeboten, diese dauern etwa eine Stunde. Ungeführte Rundgänge sind ebenso möglich.

 

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