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Jenufa

VenueGran Teatre del Liceu
CalendarSa. 08 Mai 2027 - Sa. 22 Mai 2027
Inhalt / Details

Jenůfa – Leoš Janáček

Oper in drei Akten

Libretto von Leoš Janáček nach Její pastorkyňa von Gabriela Preissová

 

Die Oper offenbart sich als geistliche Tragödie, in der Mitgefühl das Dogma überwindet und aus der Verzweiflung Gnade entsteht.

Jenůfa von Leoš Janáček erfüllt das Liceu mit überwältigender emotionaler Kraft in der neuen und außergewöhnlichen Inszenierung von Àlex Ollé, mit der stets aufschlussreichen musikalischen Leitung von Jonathan Nott und einer hochkarätigen Besetzung unter der Führung von Asmik Grigorian und Nina Stemme.

Inspiriert von der Härte des ländlichen Lebens und der strengen Moral einer abgeschlossenen Gemeinschaft, wird Jenůfa zu einer modernen Passion, in der sich das Heilige und das Sakrilegische in einem verstörenden Tanz mit verheerenden Folgen verweben.

Im Zentrum des Dramas stehen zwei weibliche Figuren in ständiger Spannung: Jenůfa, verwundet von Liebe und Scham, und die Küsterin, ihre Stiefmutter, zugleich moralischer Maßstab und Urheberin eines Verbrechens, das alles verändert. Jenůfa verkörpert eine entweihte Unschuld, die trotz des Schmerzes heilig bleibt; die Küsterin hingegen repräsentiert den Höhepunkt eines Gesetzes ohne Mitgefühl: die strenge Stimme von Gemeinschaft und Religion.

 

Ihre Tat — der Mord an Jenůfas unehelichem Kind — ist die sakrilegische Geste schlechthin: nicht nur, weil es ein Verbrechen ist, sondern weil sie im Namen einer verzerrten Liebe, einer auferlegten Ehre und eines pervertierten Sinns des Heiligen begangen wird. Sie tötet, um zu retten, lügt, um zu schützen, ertränkt ein Leben, um ein anderes zu „erlösen“. So wird die Oper zu einer erschreckend zeitgenössischen Parabel: Wie weit kann moralischer Fanatismus gehen? Kann ein erzwungenes Opfer die Zerstörung der Unschuld rechtfertigen?

Janáček schreibt dieses Drama mit einer Musik, die direkt, lyrisch und bis an die Grenze spirituell ist, in einer Intensität, die alle Abwehr durchdringt. Die Gesangspartien verleihen den Figuren eine tragische Wahrheit, während das Orchester ihre tiefsten Gedanken und Qualen auslotet.

Und doch ist Jenůfa auch ein Werk über Vergebung. Wenn die Protagonistin der Küsterin vergibt, offenbart sich die Oper als große geistliche Tragödie, in der Mitgefühl das Dogma überwindet und Gnade dort erblüht, wo nur Verzweiflung möglich schien.

  • 🕒 Dauer
    • ca. 2 Stunden 35 Minuten
Besetzung

Großmutter Buryjovka: Marta Infante
Laca Klemen: Pavel Černoch
Števa Buryja: James Ley
Kostelnička Buryjovka: Nina Stemme
Jenůfa: Asmik Grigorian
Der Mühlenvorsteher: Guillem Batllori (8., 14. und 20. Mai)
Der Mühlenvorsteher: Nojus Zalys (11., 16. und 22. Mai)
Der Bürgermeister: Christopher Robertson
Die Frau des Bürgermeisters: Laura Vila
Karolka: Rosa Maria Abella
Ein Hirtenmädchen: Olga Szabo
Ein Hirtenmädchen: Mariel Aguilar
Barena: Alexandra Zabala
Barena: Mariel Fontes
Jano: Ruth González
Tante: Elisabeth Gillming
Tante: Cristina Tena
Stimme 1: Raquel Lucena
Stimme 1: Helena Zaborowska
Stimme 2: Dimitar Darlev
Stimme 2: Alessandro Vandin

 

Inszenierung: Àlex Ollé
Bühnenbild: Alfons Flores und Mar Flores
Kostüme: Lluc Castells
Lichtdesign: Urs Schönebaum
Produktion: Gran Teatre del Liceu in Koproduktion mit dem Teatro Real und ABAO Bilbao Opera
Chor des Gran Teatre del Liceu: Leitung Pablo Assante
Sinfonieorchester des Gran Teatre del Liceu: Dirigent Jonathan Nott

Veranstaltungsort
Gran Teatre del Liceu

Das Gran Teatre del Liceu ist das größte Opernhaus der katalanischen Hauptstadt Barcelona und liegt an den Rambles im Zentrum der Stadt.

Das Theater wurde am 4. April 1847 eröffnet und nach einem Brand am 31. Januar 1994 im Jahr 1999 wiedereröffnet.

 

Der Wiederaufbau

Nach der Brandkatastrophe wurde beschlossen, das Liceu „am selben Ort und so wie es war“ wieder aufzubauen, allerdings mit den nötigen Verbesserungen. Eine gemeinnützige Stiftung wurde gegründet, die „Fundació del Gran Teatre del Liceu“ und die private Trägergesellschaft überließ trotz innerer Widerstände einzelner Miteigentümer das Grundeigentum der öffentlichen Hand. Die Stiftung startete eine große und erfolgreiche Spendenkampagne. Die Hälfte der Rekonstruktionskosten konnten so gedeckt werden.

Nach 5 Jahren „Liceu a l'exili“ an verschiedenen Spielstätten öffnete das Haus am 7. Oktober 1999 wieder seine Pforten. Am Programm stand Turandot von Puccini, das Werk, das auch am 31. Januar 1994 hätte gespielt werden sollen. Die Fassaden und der Spiegelsaal waren erhalten geblieben. Der Zuschauerraum wurde in alter Art rekonstruiert, allerdings in den Jahren 1998–1999 mit neuen Malereien des katalanischen Künstlers Perejaume ausgestattet. Bühne und Büros wurden modernisiert. Auch ein neuer kleiner Saal wurde geschaffen und die Pausenräumlichkeiten wurden erweitert. Als Architekten des Rekonstruktionsprojektes fungierten Ignasi de Solà-Morales, Xavier Fabré und Lluís Dilmé.

 

Zahlen und Fakten

Der große Saal hat bei 360 m² Fläche eine Kapazität von 2.286 Plätzen in Theaterbestuhlung. Er wird auch als Bankettsaal genutzt, auf einer Fläche von 530 m² finden dann 350 bis 530 Personen Platz. Veranstaltungen finden auch im Saló dels Miralls (spanisch: Salón de los Espejos, dt: Spiegelsalon, max. 280 Personen), im Foyer und im Vestibül statt. Seit der Wiedereröffnung 1999 verfügt das Haus über eine außergewöhnlich aufwändige Bühnentechnik, die schnelle und kosteneffiziente Wechsel der Bühnenbilder erlaubt.

 

Besichtigung

Eine Besichtigung des Opernhauses außerhalb der Konzertzeiten ist möglich. Täglich werden geführte Rundgänge angeboten, diese dauern etwa eine Stunde. Ungeführte Rundgänge sind ebenso möglich.

 

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