de
de v
Phone
Cart0 Tickets
Gesamt: 0
Account
Calendar
Search
Menu

Dudamel dirigiert Scheherazade

VenueGran Teatre del Liceu
CalendarSo. 04 Apr. 2027
Inhalt / Details

Dudamel dirigiert „Scheherazade“ – mit der Künstlerin Shirin Neshat | Konzerte & Recitals

 

„Scheherazade“: wenn die Musik von Rimsky-Korsakov und die Bilder von Shirin Neshat die Erzählung in einen Akt des Widerstands verwandeln

Tausendundeine Nacht, eine Legende, die mittelalterliche Erzählungen aus dem Orient versammelt, im arabischen Raum während des islamischen Goldenen Zeitalters niedergeschrieben, ist die perfekte Metapher für das Erzählen als Form des Widerstands. Mit demselben Impuls komponierte Rimsky-Korsakov Scheherazade, eine sinfonische Dichtung, in der die Musik zu einer Stimme wird, die mit Klugheit und Licht die Dunkelheit herausfordert.

Unter der Leitung von Dudamel wird das Orchester zu einem Gewebe aus aufeinanderfolgenden Wellen: die Sinnlichkeit der Solovioline, die Feierlichkeit der Holzbläser, die orchestralen Bilder, die imaginäre Häfen hervorrufen, aufbrechende Stürme und Oasen, die sich wie Fata Morganas öffnen.

 

Diese Lesart wird durch den Film von Shirin Neshat noch intensiver, einer Künstlerin, die Exil, Identität und Stille in ästhetisches Material verwandelt hat. Ihre Bilder illustrieren die Musik nicht, sondern treten in einen Dialog mit ihr: Gesichter, die aus dem Schatten auftauchen, Wüsten, die wie leere Seiten atmen, Schriftzüge, die über die Haut wandern, und eine Weiblichkeit, die zugleich Stärke und Verletzlichkeit ausstrahlt. Neshat erschafft ein visuelles Universum, in dem Scheherazade keine mythische Figur ist, sondern eine zeitgenössische Stimme, die die Kraft des Erzählens in einer fragmentierten Welt zurückfordert.

In dieser Begegnung, einer Koproduktion zwischen dem Gran Teatre del Liceu und der New York Philharmonic, werden Musik und Bild zu zwei Ufern desselben Flusses. Dudamel formt den Klang mit einer fast filmischen Plastizität, während Neshat eine Poetik webt, in der Körper, Blick und Wüste zu Metaphern eines fortdauernden Kampfes werden.

So erklingt Scheherazade nicht als orientalistische Exotik, sondern als Meditation über die Kraft des Erzählens: jener Faden, der uns in Zeiten der Unsicherheit verbindet, jene Stimme, die weiterlebt, solange jemand zuhört. Eine Einladung, sich zu erinnern, dass Schönheit – wenn sie wahrhaftig spricht – uns noch immer retten kann.

Besetzung

Countertenor: Cameron Shahbazi
Bildende Künstlerin: Shirin Neshat
Sinfonieorchester des Gran Teatre del Liceu
Dirigent: Gustavo Dudamel
Koproduktion: Gran Teatre del Liceu und New York Philharmonic Orchestra

 

Programm
Modest Mussorgski: Eine Nacht auf dem kahlen Berge (Orchestrierung von Rimsky-Korsakow)
Nikolai Rimski-Korsakow: Capriccio espagnol, op. 34; Scheherazade, op. 35

Veranstaltungsort
Gran Teatre del Liceu

Das Gran Teatre del Liceu ist das größte Opernhaus der katalanischen Hauptstadt Barcelona und liegt an den Rambles im Zentrum der Stadt.

Das Theater wurde am 4. April 1847 eröffnet und nach einem Brand am 31. Januar 1994 im Jahr 1999 wiedereröffnet.

 

Der Wiederaufbau

Nach der Brandkatastrophe wurde beschlossen, das Liceu „am selben Ort und so wie es war“ wieder aufzubauen, allerdings mit den nötigen Verbesserungen. Eine gemeinnützige Stiftung wurde gegründet, die „Fundació del Gran Teatre del Liceu“ und die private Trägergesellschaft überließ trotz innerer Widerstände einzelner Miteigentümer das Grundeigentum der öffentlichen Hand. Die Stiftung startete eine große und erfolgreiche Spendenkampagne. Die Hälfte der Rekonstruktionskosten konnten so gedeckt werden.

Nach 5 Jahren „Liceu a l'exili“ an verschiedenen Spielstätten öffnete das Haus am 7. Oktober 1999 wieder seine Pforten. Am Programm stand Turandot von Puccini, das Werk, das auch am 31. Januar 1994 hätte gespielt werden sollen. Die Fassaden und der Spiegelsaal waren erhalten geblieben. Der Zuschauerraum wurde in alter Art rekonstruiert, allerdings in den Jahren 1998–1999 mit neuen Malereien des katalanischen Künstlers Perejaume ausgestattet. Bühne und Büros wurden modernisiert. Auch ein neuer kleiner Saal wurde geschaffen und die Pausenräumlichkeiten wurden erweitert. Als Architekten des Rekonstruktionsprojektes fungierten Ignasi de Solà-Morales, Xavier Fabré und Lluís Dilmé.

 

Zahlen und Fakten

Der große Saal hat bei 360 m² Fläche eine Kapazität von 2.286 Plätzen in Theaterbestuhlung. Er wird auch als Bankettsaal genutzt, auf einer Fläche von 530 m² finden dann 350 bis 530 Personen Platz. Veranstaltungen finden auch im Saló dels Miralls (spanisch: Salón de los Espejos, dt: Spiegelsalon, max. 280 Personen), im Foyer und im Vestibül statt. Seit der Wiedereröffnung 1999 verfügt das Haus über eine außergewöhnlich aufwändige Bühnentechnik, die schnelle und kosteneffiziente Wechsel der Bühnenbilder erlaubt.

 

Besichtigung

Eine Besichtigung des Opernhauses außerhalb der Konzertzeiten ist möglich. Täglich werden geführte Rundgänge angeboten, diese dauern etwa eine Stunde. Ungeführte Rundgänge sind ebenso möglich.

 

Unterkunft

Jetzt kaufen

Geschenkgutscheine

Schenken Sie jemandem eine unvergessliche Nacht in der Oper.
Wählen Sie einen Geschenkgutschein und lassen Sie die Person die Vorstellung auswählen, die sie liebt – Musik, Drama und Kunst von Weltklasse in einem eleganten Erlebnis.
Barcelona Oper Tickets
Facebook
Payment
© 2026 RM EUROPA TICKET GmbH
Whatsapp